Dem Mann kann geholfen werden
Warum es sich lohnt, Schillers „Räuber“ zu lesen
München,
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Vor über 240 Jahren wurde in Mannheim ebenjenes revolutionäre Theaterstück uraufgeführt, welches so tief wie nur wenige Werke in unser kulturelles Gedächtnis eingegangen ist. Es muss ein eindrucksvoller Theaterabend gewesen sein am 13. Januar 1782. Augenzeugen berichten von geballten Fäusten, von Aufschreien und Ohnmachtsanfällen im Publikum. Was ist geblieben von dieser Polarisierung? Die Rede ist von dem Drama „Die Räuber“ von Friedrich Schiller.Nicht nur ein Thema im Stück, sondern auch Gegenstand der Epoche des Sturm und Drangs ist die Revolte gegen die Väter. Der Protest der ungleichen Brüder Franz und Karl Moor gegen Vater und natürliche Ordnung findet sich auch in der Dichtergeneration der Stürmer und Dränger. Sie wollten gegen die rationalistische Dichtung der Aufklärung anschreiben mit dem Ziel, die versteiften Lehren mitsamt den autoritären Vaterfiguren – wie etwa den alten J.C. Gottsched, den „Rector magnificus“ der Regelpoetik – hinwegzufegen und den Weg zu dichterischer Selbstbestimmung zu erstürmen. Und dennoch ist es eigenartig, dass sich uns gerade aus dieser
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